Wie gelingt zielgruppenoptimierte Kommunikation über den Wald? Im Rahmen des OPTKOM-Projekts haben wir uns genau dieser Frage gestellt – und statt einer klassischen Abschlusskonferenz zwei interaktive Workshops organisiert. In diesen stellten wir nicht nur unsere Forschungsergebnisse vor, sondern brachten Expert:innen aus verschiedenen Bereichen zusammen.
Am 23. September und 25. Oktober 2025 fanden zwei interaktive Stakeholder-Workshops in Freiburg und Tharandt bei Dresden statt. Unter dem Motto „Forst trifft Medienprofis“ kamen je Workshop rund 40 Teilnehmende aus Forstverwaltung, Forschung, Naturschutz, NGOs, waldpädagogischen Initiativen und Verbänden zusammen – gemeinsam mit Medienprofis aus PR, Marketing und Social Media.



Nach einem gemeinsamen Einstieg und einer kompakten Präsentation der zentralen Forschungsergebnisse des Projekts diskutierten die Teilnehmenden in einem World-Café die vier praxisrelevanten Kernbotschaften von OPTKOM:
- Zielgruppenorientierung ist entscheidend.
- Emotion und Authentizität wirken universell.
- Der richtige Kanal für den richtigen Zweck.
- Zielgruppen sind dynamisch.
In einer anschließenden Selbstreflexion analysierten die Teilnehmenden ihre eigenen Kommunikationsaufgaben und -herausforderungen im Arbeitsalltag. Dabei wurde deutlich: Kommunikation im Waldkontext ist vielfältig – sie reicht von Fachdialogen bis zur breiten Öffentlichkeitsarbeit und ist geprägt von Themen wie Klimawandel, Nutzungskonflikten oder gesellschaftlichen Erwartungen an den Wald.
Am Nachmittag übernahmen die eingeladenen Medienprofis das Ruder. In kurzen Inputs stellten sie sich und ihre Arbeit vor, zeigten Best-Practice-Beispiele aus der Medienwelt und brachten wertvolle externe Perspektiven in die forstliche Kommunikationspraxis ein. Anschließend wurde in themenspezifischen Workshops gemeinsam diskutiert, wie erfolgreiche Medienarbeit gelingen kann.
In Freiburg standen Themen wie Branding einer Organisation, Umgang mit Polarisierung und Kommunikation mit knappen Ressourcen im Fokus.
In Tharandt drehten sich die Kleingruppen-Workshops um Konfliktthemen und Social Media, schwierige Zielgruppen erreichen sowie gutes Storytelling.

Zum Abschluss des Tages hielten die Teilnehmenden ihre wichtigsten Take-Home-Messages fest – persönliche Erkenntnisse und Ideen, wie die Impulse aus Forschung und Praxis im eigenen Arbeitsumfeld weiterwirken können.
Die Resonanz war durchweg positiv: Viele Teilnehmende schätzten das interaktive Format, die praxisnahen Diskussionen und den inspirierenden Austausch zwischen Forst- und Medienwelt.
Damit wurde deutlich, was das OPTKOM-Projekt zeigen wollte: Kommunikation ist ein Schlüssel, um Brücken zwischen Wald, Wissenschaft und Gesellschaft zu bauen – und sie kann gelingen, wenn Menschen miteinander ins Gespräch kommen.